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Der Syngenius

Der Syngenius

Der Syngenius, Ausgabe 6

Sich zum richtigen Zeitpunkt Zeit nehmen spart Zeit

Vor ein paar Tagen war Sommersonnenwende. Die Tage werden also wieder kürzer, das Jahr neigt sich dem Ende zu. „Tempus fugit – die Zeit flieht“, das wussten schon die alten Römer. Bedeutet das nun: schnell, schnell – hopp, hopp – huddel, huddel?

Also ich hasse nichts mehr als operative Hektik. Das bringt meines Erachtens gar nichts, im Gegenteil: Man kann eine Menge Zeit sparen, wenn man sich Zeit nimmt, und zwar zum richtigen Zeitpunkt. Also immer hübsch der Reihe nach!

„Schau mal einer an“, werden Sie jetzt vielleicht einwenden, „der Herr Berater gibt hier ein Plädoyer für die Entdeckung der Langsamkeit und lässt sich dabei seine Beraterstunden teuer bezahlen.“

Moooooooooooooooment! Habe ich nicht gerade gesagt, dass ich sehr zeitsparend arbeite? Und Sie drehen mir jetzt das Wort im Mund herum – wie meine Frau! Die ist übrigens das beste Beispiel dafür, wie man mit „schnell, schnell – hopp, hopp – huddel, huddel“ doppelt so lange brauchen kann: „Ich geh mal schnell Einkaufen!“ und schon fällt die Tür ins Schloss. Wenn sie zurückkommt, hat sie ga-ran-tiert wieder mal was Wichtiges vergessen.

Denn sich vorher überlegen, was man braucht oder gar ein Zettelchen schreiben – das dauert ihr alles viiiiiiiiiiel zu lang. Zeitverschwendung? Mitnichten! Wäre sie nämlich das Projekt Einkaufen strategisch angegangen mit vernünftigem Anforderungsmanagement und klarer Zielvereinbarung, hätte sie eine Menge Zeit gespart – in diesem Fall mir. Denn dreimal dürfen Sie raten, wer dann gleich noch mal los muss, um die fehlende Milch zu holen ...


Eine hektikfreie zweite Jahreshälfte wünscht Ihnen
Der Syngenius



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