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Der Syngenius, Ausgabe 19
Twittern? Aus Neugier und Identitätsschutz
„Die dickste Sau, die derzeit durchs digitale Dorf getrieben
wird, heißt Twitter“, liest mir mein Kollege, der am Rechner
gegenüber sitzt, aus Spiegel online vor. „Machst du da etwa
mit?“, fragt er mich. – „Ja, klar“, antworte ich so beiläufig,
als sei Twittern so selbstverständlich wie Zähneputzen. „WAS?
Warum denn das?“ – „Na, ja, man muss ja schließlich wissen, was
sich da so tut. Außerdem twittern auch viele renommierte
Firmen.“ – „Hmmm“, höre ich meinen Kollegen in grübelnde
Lethargie verfallen.
Diesen Zustand beende ich schlagartig mit: „Du bist jetzt
übrigens auch drin.“ – „Hä?“ – „Ich habe Dich gerade
angemeldet“, informiere ich fröhlich hinter meinem Laptop
hervorguckend, „und werde jetzt gleich mal unter Deinem Namen
einen flotten Spruch loslassen!“
Damit habe ich mein Ziel erreicht: Mein Kollege springt wie von
der Tarantel gestochen von seinem Schreibtisch auf, rennt zu mir
herüber und starrt dort ungläubig auf meinen Bildschirm.
Höchste Zeit, das Spiel zu beenden: „Okay, okay – war nur Spaß“,
beruhige ich ihn. „Allerdings: Es ist tatsächlich so: Jeder,
wirklich jeder könnte auf Twitter deine Identität annehmen und
unter deinem Namen munter loszwitschern. Und genau das war für
mich der ausschlaggebende Grund, bei Twitter mitzumachen.“
Und was der Syngenius auf Twitter so alles zu sagen hat, finden
Sie ab sofort auf https://twitter.com/syngenio
Freundliche Grüße zwitschert
Der Syngenius

