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Der Syngenius, Ausgabe 14
Unternehmensführung nach der Benediktregel
„Was soll denn das?!“, ruft mein Neffe, der dieses Jahr
Abitur macht. In der Hand hält er den Einladungsflyer zum
syngenio Forum für Banken und Versicherungen, den er wohl auf
meinem Schreibtisch zuhause entdeckt hat. Ungläubig liest er
daraus vor: „… außerdem erläutert Ihnen Konrad Stadler,
inwiefern die 1.500 Jahre alte Ordensregel des Heiligen Benedikt
noch heute als Richtschnur für unternehmerisches Handeln gilt.“
„Ja, und?“, frage ich zurück. „Der Heilige Benedikt, war das
nicht der mit ‚ora et labora’, also ‚bete und arbeite’?“,
erkundigt sich mein Neffe. „Na, da werden sich eure Kunden schön
bedanken, wenn ihr ihnen jetzt das Beten beibringen wollt.
Wobei: Wenn ich mir gerade die Wirtschaftsnachrichten so anhöre:
Schaden tut’s sicher nicht.“
„Moment, Moment, Moment“, werfe ich ein. „Die Benediktregel
besteht ja nicht nur aus ‚ora et labora’, sondern ist ein
Regelwerk mit 73 Kapiteln, und da stehen so manche Sachen drin,
die sich direkt auf die Führung eines Wirtschaftsunternehmens
übertragen lassen.“
„Zum Beispiel?“, fragt mein Neffe neugierig nach. „Na zum
Beispiel, dass man bei schwerwiegenden Entscheidungen nicht nur
die Ältesten, sondern auch die Jüngsten fragen soll, weil die
noch nicht betriebsblind sind.“
„Sehr sympathisch, der alte Benedikt“, grinst mein Neffe. „Sag
mal, kann ich da mitkommen zu dem Vortrag, der ist doch in
München, oder?“ – „Wenn du dich mit Jackett und Krawatte
bewaffnest, dann schmuggle ich dich schon irgendwie rein“,
antworte ich.
Und Sie? Wollen Sie nicht auch kommen? Im Gegensatz zu meinem
Neffen können Sie sich hier ganz offiziell zum syngenio Forum am
18. März anmelden.
Dazu lädt Sie freundlich grüßend ein
Der Syngenius
PS: Und anschließend gibt’s eine Party. Denn unsere neuen
Münchner Büroräume wollen eingeweiht werden.

