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Der Syngenius

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Der Syngenius, Ausgabe 1

Flexibilität ja - aber nicht bei Feiertagen

Ja, sagen Sie mal, wer hat denn bloß den Kalender für 2008 gemacht?! Nicht nur, dass wir am 29. Februar einen Tag unbezahlt mehr arbeiten müssen, sondern: Himmelfahrt fällt auf den 1. Mai, das muss man sich mal vorstellen! Gut, gut, gut: Für mich als Berater ist Flexibilität ja eine der Kardinaltugenden. Aber muss es denn wirklich sein, dass sich unsere Feiertage jedes Jahr "flexibel" nach dem Mond richten? Genauer gesagt nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang, der zudem auch flexibel am 20. oder 21. März sein kann?

Natur - ist ja alles schön und gut, aber mal ehrlich: In der Stadt groß gewordene Menschen wissen ja heute nicht mal, dass Kartoffeln nicht auf Bäumen wachsen und was eine Ente von einer Gans unterscheidet - nein, ich meine nicht vom Geschmack, sondern vom Aussehen her.

Warum sollen wir uns also bei so elementaren Dingen wie unseren Feier- und Urlaubstagen, die ja einen direkten Einfluss auf die Produktivität und den Wirtschaftsstandort Deutschland haben, an so etwas Altmodischem wie den Mondphasen orientieren? Fragen Sie doch mal die Leute: Der Spielplan der Fußball-Bundesliga hat einen größeren Einfluss auf Biorhythmus und Seelenleben als der Mondkalender.

Wäre es da nicht viel besser, auch Ostern und damit Pfingsten zumindest halbwegs fest zu terminieren? Mein Vorschlag: Ostern immer am ersten Sonntag im April und damit Pfingsten - 40 Tage später - immer Mitte Mai.

Und wenn wir schon mal dabei sind: Weihnachten bitte nicht erst am 24. Dezember, sondern, sagen wir, immer am 11. November. Das wäre doch alles viel entspannter. Denn wird einem nicht Jahr für Jahr die ganze Weihnachtsstimmung durch den Jahresendstress verhagelt? Finanz-, Projekt- und Jahresabschluss, Budget- und Ressourcenplanung für das neue Jahr ... Da ist nichts mit "Stille Nacht, heilige Nacht".

Jetzt stellen Sie sich mal vor, alle würden sich bis Ende November in die Weihnachtsferien verabschieden und ab 1. Dezember könnte man sich dann frisch erholt den Jahresabschlussaktivitäten widmen ... ein Traum, oder? Vielleicht denken Sie an den tollen Tagen mal drüber nach? Viel Zeit bleibt Ihnen dafür allerdings nicht, denn Aschermittwoch ist dieses Jahr exakt einen Monat nach Heilige Drei Könige ...

Da sag ich nur ganz schnell: Helau und Alaaf!

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